Richtung Süden mit klarer Perspektive
Die vierte Etappe führt uns Richtung Süden. Von Rovaniemi ging es zunächst nach Kuusamo, danach über Kajaani bis nach Iisalmi. Die Strecke zeigt erneut, wie ruhig, weitläufig und gleichzeitig gut organisiert Finnland ist. Lange Distanzen, wenig Verkehr, klare Strukturen, kein Salz.
Südlich von Kuusamo haben wir in einem kleinen Chalet mit angeschlossenem Restaurant übernachtet. Persönlich geführt, überschaubar, qualitativ überzeugend. Genau jene Unterkünfte, die eine Tour authentisch machen und nicht beliebig wirken. Und endlich konnten wir auch Polarlichter sehen – was für ein phänomenaler Anblick!
Selbstversorgung: durchdacht und verlässlich
Seit einigen Tagen setzen wir bewusst auf Selbstversorgung, um auch diese Facette des Landes kennenzulernen.
Das Fazit ist eindeutig: Finnland ist in diesem Bereich hervorragend strukturiert. Die Supermärkte sind sehr gut sortiert, logisch aufgebaut und bieten eine breite Auswahl. Qualität und Preis-Leistung passen. Auch bei den Übernachtungen – vom klassischen Hotel bis zu privat geführten Unterkünften – haben wir bislang ausschließlich positive Erfahrungen gemacht. Sauber, funktional, fair kalkuliert. Planbarkeit ist hier keine Herausforderung.
Iisalmi: klein, fein, effizient
In Iisalmi haben wir wieder in einem kleinen, feinen Hotel eingecheckt. Kein unnötiger Aufwand, sondern genau das, was man auf einer längeren Tour braucht: Ruhe, Professionalität und Verlässlichkeit.
Die Oldies: Charakter bei Kälte
Unsere Klassiker laufen weiterhin zuverlässig – auch wenn die morgendlichen Starts bei -20 Grad inzwischen etwas mehr Aufmerksamkeit verlangen. Die tiefen Temperaturen fordern ihren Tribut. Mit etwas Starterspray, Geduld und zusätzlicher Wärme bringen wir jedoch jeden Motor zum Laufen.
Das gehört dazu. Und genau das macht diese Tour aus. Warum? Es wird nicht unsere letzte Tour nach Finnland sein….